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| 06-07-10 |
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Wer clever ist und die Möglichkeit hat, nutzt noch bis zum 10. Juli 2010 die Gelegenheit, beim Aktionsparcours im Einkaufcenter Werre-Park Bad Oeynhausen vorbei zu schauen und mit Gesundheit zu gewinnen. Denn gewinnen man kann nicht nur neue Erkenntnisse, sondern auch wertvolle Sachpreise und zudem ... |
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Das begehbare Herz ist ein Glanzlicht während der Ge- sundheitswoche im Werre-Park (3,50 Meter der Umfang, 4,50 Meter die Höhe, 600 Kilogramm Gewicht; zur Ver- fügung gestellt von KUKM GmbH-Begehbare Organe Weimar), Foto: Armin Kühn
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Hinter der Aktion steht die IPO (International Prevention Organization), die der Kampagne mit „Gesundheit in Deutschland“ einen Namen gibt und damit erfolgreich durch die Lande zieht. Darunter sind Städte wie Berlin, Hamburg, Dresden, Leipzig oder München. Die IPO will vor allem Aufklärung voran bringen, Kompetenzen bündeln und Netzwerke schaffen an Gesundheitsstandorten mit exzellentem fachlichen Know-How. Und Ostwestfalen ist eine solche Region, der Werre-Park in Bad Oeynhausen die Austragungsstätte. Hier gibt es in diesen Tagen einiges zu erleben: Ob Venen- oder Fußdruckmessung, Bestimmung von Blutzucker und Blutdruck, Seh- und Hörtest oder Training von Balance, Feinmotorik und Geschicklichkeit, Bewegungs- und Ernährungstipps oder die Themen Mundgesundheit und gesunder Schlaf – von A bis Z wird alles geboten. Ein Highlight ist das begehbare Herz von gigantischer Größe mit Geräusch und Vibration, das schon am ersten Tag bei den Besuchern für Interesse und Erstaunen sorgte.
„Wir sind froh, dass zahlreiche Partner -auch über die lokalen Grenzen hinaus- bei dieser Aktion mitmachen und die Gesundheitswoche trotz sommerlichen Temperaturen schon beim Start in der Bevölkerung so hohen Zuspruch findet“, sagten Prof. Dr. Dr. Diethelm Tschöpe (Schirmherr der Veranstaltung) und Benno Leidisch (Verantwortlicher der IPO) am Eröffnungstag. Der Endokrinologe Tschöpe ist auch ärztlicher Direktor des Herz- und Diabeteszentrums NRW (HDZ NRW) und Vorsitzender der Stiftung „Der herzkranke Diabetiker“ (DHD). „Wir bieten vor Ort z.B. die Erfassung des Diabetesrisikos mittels FINDRISK von der Mutterstiftung DDS an und hoffen, dass viele Menschen erreicht werden, bei denen im Idealfall Risiken ausgeschlossen werden können. Ziel ist es, auf das Thema Diabetes aufmerksam zu machen und die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren, wie sich die Folgen für Herz, Kreislauf und Gefäße vermeiden lassen“, erklärte Professor Tschöpe.
Die Chancen, dass man viele Menschen mit dem FindRisk erreicht und über Risiken informiert, stehen gut. Der Werre-Park liegt zwar im ländlichen Ostwestfalen, hat aber ein großes, überregionales Einzugsgebiet und ist stark frequentiert. Das Center-Management erwartet täglich bis zu 30.000 Besucher.
» Veranstaltungs-Flyer Werre-Park (PDF-Datei 550kB) |
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| 08-06-10 |
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„Mehr Schritte für Ihre Stadt: Bewegen Sie sich mit!“ – Unter diesem Motto startete im März 2010 ein Städtewettbewerb bei den Diabetes-Aktionstagen „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“. |
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Zahlreiche Besucher verfolgen Johann Lafer, der in Erfurt im Rahmen der Aktion „Gesünder unter 7" kocht. Foto: Claus Schunk
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Menschen mit Diabetes können ihre Blutzuckerwerte durch Bewegung stark verbessern, alle anderen können sich durch körperliche Aktivität vor Diabetes schützen. Bereits regelmäßiges Gehen ist ein wirksames Ausdauertraining. So hat sich „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ das Ziel gesetzt, Menschen zu mehr Bewegung zu motivieren. Die Besucher können sich am Aktionsstand einen Schrittzähler abholen, um sofort ihre Schritte zu zählen und damit gleichzeitig am Städtewettbewerb teilzunehmen: In allen vier Städten in denen die Diabetes-Aktion dieses Jahr Station macht, werden Schritte gezählt. Am Jahresende wird festgestellt, welche Stadt sich am meisten bewegt hat.
In Braunschweig (18./19. März 2010) und Erfurt (29./30. April 2010) haben sich bereits zahlreiche Besucher an der Aktion beteiligt. An beiden Tagen zählten die Bürger ihre Schritte – am jeweiligen Donnerstag sogar in prominenter Begleitung: Zusammen mit Starkoch Johann Lafer und dem zweifachen deutschen Meister im 200m-Sprint Daniel Schnelting ging es auf einen 3.000-Schritte Rundkurs durch den Museums-Park in Braunschweig bzw. Thüringen-Park in Erfurt.
Damit unterstützt „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ die Kampagne „Bewegung und Gesundheit“ des Bundesministeriums für Gesundheit. Während in Braunschweig insgesamt 183.158 Schritte gesammelt wurden, konnte Erfurt mit stolzen 390.518 Schritten den vorläufig ersten Platz belegen. Es bleibt also spannend: Die Messlatte für die Bürger in Frankfurt liegt hoch, wenn „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ am 19. und 20. August 2010 in Sulzbach im Main-Taunus Zentrum Station machen wird. Welche Stadt wie viele Schritte macht, können Sie unter www.gesuender-unter-7.de verfolgen.
Natürlich nutzten wieder viele Besucher die Gelegenheit, ihr persönliches Diabetesrisiko am Aktionsstand von „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“ testen zu lassen. Passend zur Jahreszeit präsentierte Starkoch Johann Lafer in seiner Kochshow gesunde und einfache Rezepte mit saisonalen Zutaten. Unterstützt wurde er dabei wieder vom zweifachen deutschen Meister im 200m-Sprint Daniel Schnelting, der selbst Diabetiker ist.
» Video zur Aktion bei Youtube |
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Bad Oeynhausen – Die Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen (NRW) hat große Lücken beim Thema Herzinfarkt. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von 2.000 Personen und 505 Patienten mit Diabetes mellitus durch das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit Nordrhein-Westfalen und die Stiftu... |
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| Zwar wusste laut Studie jeder Zweite in NRW, dass Rauchen, Übergewicht und Stress das Infarktrisiko erhöhen, aber gerade einmal 26 Prozent nannten Bluthochdruck, elf Prozent Fettstoffwechselstörung und fünf Prozent Diabetes als Risikofaktoren.
„So dramatisch haben wir die Defizite nicht erwartet“, sagt Diethelm Tschöpe, Ärztlicher Direktor am Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen. Das fehlende Bewusstsein selbst bei den wichtigsten Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes und hohe Fettwerte sei erschreckend.
Weniger als ein Fünftel der Befragten wusste der Studie zufolge, dass bei Diabetes das Infarktrisiko genauso hoch ist wie beim Nichtdiabetiker nach einem durchlebten Herzinfarkt. Und nur die Hälfte aller Befragten konnte typische Infarktsymptome wie Luftnot, Enge in der Brust und Schmerzen im Oberarm benennen.
Der Gruppe von Diabetikern waren diese Anzeichen noch weniger bekannt, so die Studie. „Wenngleich das Krankheitsbewusstsein bei Menschen mit Diabetes höher als in der Allgemeinbevölkerung ist, von den Betroffenen wurden entscheidende Parameter bei Faktoren, die man beeinflussen kann, zuletzt genannt“, so Tschöpe.
Deshalb fordert er eine deutlich bessere Kommunikation zwischen Arzt und Patient. Dabei müsse es neben der Sprache, die der medizinische Laie versteht, auch um die richtige Akzentsetzung in der Patientenaufklärung gehen.
Quelle: © hil/aerzteblatt.de |
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| 07-04-10 |
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Zuckerkranke tragen ein erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten. Zum Schrecken von Fachärzten wissen Betroffene darüber aber selten Bescheid. |
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| Nur jeder Fünfte weiß, dass eine Diabeteserkrankung mit einem stark erhöhten Infarktrisiko einhergeht. Über dieses Umfrageergebnis berichteten am Donnerstag die Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum und das Herz- und Diabeteszentrum (HDZ) Nordrhein-Westfalen. Befragt wurden 2000 Personen aus NRW und zusätzlich 505 Patienten mit Diabetes mellitus.
Unabhängig von Sozialstatus, Herkunft oder Diabeteserkrankung sei das Wissensniveau insgesamt „sehr niedrig“ gewesen, teilten die Verantwortlichen mit. „So dramatisch haben wir die Defizite nicht erwartet“, sagte Diethelm Tschöpe, ärztlicher Direktor am HDZ. Krankheiten des Herz-, Kreislauf- und Gefäßsystems seien die häufigsten Todesursachen von Diabetespatienten.
Rauchen und Übergewicht eher als Gefahren eingestuft
Von den abgefragten Risikofaktoren für Infarkte sei Diabetes am seltensten angeführt worden – nur fünf Prozent der Studienteilnehmer hätten das Krankheitsbild als Gefahr für das Herz eingestuft. Die Hälfte der Befragten sah Rauchen und Übergewicht als mögliche Ursachen für Herzprobleme an, 40 Prozent nannten Stress eine Gefahr. Seltener stuften die Probanden auch Bluthochdruck (26 Prozent der Befragten) und Fettstoffwechselstörungen (11,5 Prozent) als riskante Einflüsse ein.
Dem Bericht zufolge konnte jeder zweite Studienteilnehmer typische Anzeichen für einen Infarkt wie Angina pectoris, Luftnot, Engegefühl in der Brust oder Schmerzen im Oberarm benennen. Den Diabetikern seien diese Anzeichen allerdings weniger bekannt gewesen als den übrigen Befragten. Im Rahmen der Studie hätten jedoch fast drei Viertel der Diabetiker erklärt, dass sie schon mindestens einmal an einer Diabetesschulung teilgenommen haben.
Verantwortlich für die Studie zeichnen das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit Nordrhein-Westfalen und die Stiftung „Der herzkranke Diabetiker“. Angesichts der Studienergebnisse fordern sie eine verbesserte Kommunikation zwischen Arzt und Patient in einer Sprache, die auch der Laie versteht. Als vorbeugende Maßnahmen gegen Herzkrankheiten nennen die Studienautoren eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung sowie die Kontrolle von Blutzucker-, Blutdruck- und Blutfettwerten.
Quelle: FOCUS / wm |
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| 16-03-10 |
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2010 mit Schrittzähl-Aktion - Bewegen Sie sich mit in Ihrer Stadt
Auftakt am 17. März in Braunschweig |
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Gesünder unter 7
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Wussten Sie schon, dass 3000 zusätzliche Schritte täglich die Gesundheit fördern? Als Diabetiker ist Ihnen garantiert bewusst, dass Bewegung das A & O ist, damit es mit den Blutzuckerwerten optimal läuft. Das ist auch wichtig, um Folgen wie Herzinfarkt und anderen Gefäßproblemen vorzubeugen. Und wer keinen Diabetes hat, der kann sich vor der Erkrankung schützen, indem er sich mit Bewegung körperlich fit hält.
Deshalb steht die Kampagne „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“, die von der Stiftung DHD wieder als Partner unterstützt wird, in diesem Jahr unter dem Motto „Mehr Schritte für Ihre Stadt – Bewegen Sie sich mit!“. Und es werden Schrittzähler an alle körperlich Aktiven verteilt und am Ende ausgewertet, welche Stadt bei den gelaufenen Kilometern im Rennen liegt. Der Auftakt findet am 18. März 2010 in Braunschweig statt. Hier geht es gemeinsam mit TV-Koch Johann Lafer und anderen Prominenten auf einen 3000 Schritte-Rundkurs entlang der schönen Kulisse der Schloss-Arkaden.
Also: Schnallen Sie sich bequemes Schuhwerk an und machen Sie bei der Schrittzählaktion mit! |
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| 10-03-10 |
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Bad Oeynhausen (ots) - Weil Unwissenheit nicht vor Folgen schützt, werden wir beim Tod durch Herzinfarkt wohl Spitzenreiter bleiben. Der Schock kommt nach dem ersten Infarkt, wenn man überlebt. Dann ist O-Ton: "hab ich nicht gewusst, hat mir keiner gesagt, hab ich so nicht verstanden!" |
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Wird unterschätzt: Diabetes als Risiko für Infarkt
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Um das Wissen ist es schlecht bestellt, so das Fazit einer Studie vom Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit NRW (LIGA NRW) und der Stiftung DHD (Der herzkranke Diabetiker). Quer durch alle Schichten wurden 2000 Personen aus der Bevölkerung und 505 Diabetiker zum Risikobewusstsein befragt. Jeder Zweite in NRW nennt Rauchen, Übergewicht und Stress als Risiko für den Infarkt, nur jeder Zehnte Fettstoffwechselstörungen. Blutdruck rangiert an sechster und Diabetes sogar an letzter Stelle, obwohl die Hälfte aller Diabetiker am Infarkt verstirbt. 94 Prozent der Bevölkerung und 85 Prozent der Diabetiker ist nicht bekannt, dass Diabetes das Herz bedroht.
Eigentlich müsste man meinen, dass Kampagnen der letzten Jahre Wirkung zeigen. Weit gefehlt! Das könnte an mangelnder Strategie oder Informations-Überflutung liegen. Ein anderes Problem ist: Dort, wo man denkt, der Patient sei gut informiert, klaffen große Lücken. Nur jedem 20. Diabetiker ist bewusst, dass durch Einstellung von Blutdruck- und Blutfettwerten dem Herzinfarkt vorgebeugt werden kann.
Hier darf man die Frage stellen, warum gerade Patienten mit Diabetes, die regelmäßig den Arzt aufsuchen und ausführlich zur Erkrankung geschult werden, nicht besser informiert sind. Wenn die Sprache nicht verstanden wird, Gesagtes falsche Akzente setzt und Botschaften nicht landen, muss die Kommunikation verbessert werden. Wissen ist die Basis, auch wenn daraus nicht automatisch Einsicht folgt oder Verhalten resultiert. Wer nichts weiß, kann nichts ändern und das könnte das Gesundheitssystem künftig mehr belasten. Schon jetzt verursachen die Folgen des Diabetes Dreiviertel aller Behandlungskosten.
» zur DHD-Pressemeldung |
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| 26-01-10 |
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Übergewicht stört natürliche Reparaturvorgänge in den Blutgefäßen des Herz-Kreislauf-Systems. Eine Gewichtsabnahme kann dies wieder rückgängig machen. Das zeigt ein von der Deutschen Stiftung für Herzforschung - in Verbindung mit der Deutschen Herzstiftung - gefördertes Forschungsprojekt Göttinger W... |
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| Übergewicht stört natürliche Reparaturvorgänge in den Blutgefäßen des Herz-Kreislauf-Systems. Eine Gewichtsabnahme kann dies wieder rückgängig machen. Das zeigt ein von der Deutschen Stiftung für Herzforschung - in Verbindung mit der Deutschen Herzstiftung - gefördertes Forschungsprojekt Göttinger Wissenschaftler. Es ist eines von derzeit 24 durch die Stiftung unterstützten Forschungsprojekten.
Im Mittelpunkt ihrer Untersuchungen stehen bei der Forschergruppe um Prof. Dr. med. Katrin Schäfer aus der Kardiologie am Herz-Zentrum der Universitätsmedizin Göttingen die so genannten Endothel-Vorläuferzellen. Von diesen aus dem Knochenmark stammenden und im Blut zirkulierenden Zellen weiß man, dass sie zum Schutz der Blutgefäß-Innenauskleidung (Endothel) beitragen. "Diese Zellen treten etwa bei einer Mangeldurchblutung des Herzmuskels in Aktion, indem sie die Neubildung von Blutgefäßen fördern", erläutert Katrin Schäfer, "oder sie helfen bei Schädigungen der Gefäßwand, dass sich diese wieder regenerieren kann." Demgegenüber verschlechtern mehrere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wie beispielsweise Rauchen und erhöhte Blutzucker- sowie Cholesterinwerte, die Reparaturfunktionen der Endothel-Vorläuferzellen.
Erstmals genauer erforscht wurde in der vorliegenden Studie, wie sich Übergewicht als eigenständiger Herz-Kreislauf-Risikofaktor auf Endothel-Vorläuferzellen auswirkt. Dazu isolierten und kultivierten die Göttinger Wissenschaftler entsprechende Zellen aus dem Blut von 49 übergewichtigen Teilnehmern eines Gewichtsabnahmeprogramms der Universitätsmedizin Göttingen und verglichen sie mit denen einer normalgewichtigen Kontrollgruppe. Ergebnis: "Mehrere Fähigkeiten der Endothel-Vorläuferzellen, die normalerweise für deren Reparaturpotenzial von Bedeutung sind, waren bei den übergewichtigen Personen deutlich eingeschränkt", so Katrin Schäfer. Dies zeigte sich zum Beispiel in einer verminderten Ausschüttung von speziellen an der Gefäßneubildung beteiligten Signalmolekülen (angiogenetische Chemokine). Die gute Nachricht: Bei den übergewichtigen Studienteilnehmern, die innerhalb eines halben Jahres mit ihrem Gewichtsabnahmeprogramm Erfolg hatten (mindestens 10 Prozent Gewichtsverlust oder Body-Mass-Index unter 35 kg/m2), verbesserten sich die Funktionen der Endothel- Vorläuferzellen wieder. Das zeigten die Nachuntersuchungen sechs Monate nach der ersten Blutanalyse. Die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse der Studie sind in der aktuellen Ausgabe des "Journal of the American College of Cardiology" veröffentlicht*.
"Die Ergebnisse dieser patientennahen Studie", kommentiert Prof. Dr. med. Hellmut Oelert, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Stiftung für Herzforschung, "sind sowohl für die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Krankheiten bei noch Gesunden wie auch für die Prognose bei bereits am Herzen erkrankten Patienten wichtig: Denn sie lassen den Schluss zu, dass jeder, der Übergewicht vermeidet oder es erfolgreich abbaut, damit wirkungsvoll auch die körpereigenen Reparaturvorgänge in seinen Blutgefäßen - so auch in den Herzkranzarterien - und damit seine Herz-Kreislauf-Gesundheit unterstützt." Das Forschungsprojekt wird mit erweiterter Fragestellung fortgesetzt und auch im Jahr 2010 von der Deutschen Stiftung für Herzforschung unterstützt.
Zur Deutschen Stiftung für Herzforschung: Als Schwesterorganisation der Deutschen Herzstiftung e. V. fördert die Deutsche Stiftung für Herzforschung patientennahe Projekte von hohem wissenschaftlichem Niveau in der klinischen Forschung und Grundlagenforschung.
* Heida, Nana-Maria et al., Effects of Obesity and Weight Loss on the Functional Properties of Early Outgrowth Endothelial Progenitor Cells, J.Am.Coll.Cardiol., 2010, 55: 357-367. content.onlinejacc.org/cgi/content/short/55/4/357
Quelle: Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung
26.01.2010 journalMED By: R.Ho |
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| 22-01-10 |
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BOSTON (dpa). Durch etwas weniger Salz im Essen ließen sich nach Ansicht von US-Forschern jedes Jahr viele tausend Todesfälle vermeiden.
In den USA, deren Bürger besonders viel Salz essen, würde eine drei Gramm niedrigere Tagesration 44 000 bis 92 000 Todesfälle pro Jahr vermeiden, schrei... |
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| BOSTON (dpa). Durch etwas weniger Salz im Essen ließen sich nach Ansicht von US-Forschern jedes Jahr viele tausend Todesfälle vermeiden.
In den USA, deren Bürger besonders viel Salz essen, würde eine drei Gramm niedrigere Tagesration 44 000 bis 92 000 Todesfälle pro Jahr vermeiden, schreiben Kirsten Bibbins-Domingo von der Universität von Kalifornien in San Francisco und ihre Kollegen im "New England Journal of Medicine" (online vorab).
Die Mediziner rechnen mit 60 000 bis 120 000 weniger neuen Fällen chronischer Herzkrankheiten, 54 000 bis 99 000 weniger akuten Herzinfarkten und 32 000 bis 66 000 weniger Schlaganfällen im Jahr. Dem US-Gesundheitssystem blieben jährlich 10 bis 24 Milliarden Dollar (7 bis 17 Milliarden Euro) Ausgaben erspart.
Männer in den USA nehmen im Schnitt jeden Tag 10,4 Gramm Kochsalz zu sich, Frauen 7,3 Gramm. In Deutschland liegen die Werte nach der Nationalen Verzehrstudie nicht ganz so hoch. Dennoch nimmt demnach jeder zweite Mann mehr als 8 Gramm und jede zweite Frau mehr als 6 Gramm Salz täglich zu sich. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, nicht mehr als 6 Gramm Salz am Tag zu konsumieren.
Zu viel Salz findet sich oft in Fertigprodukten und Fast Food. Hoher Salzkonsum könne den Blutdruck erhöhen und Erkrankungen am Herz bewirken, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung. Zu viel Salz in der Nahrung gehe auch mit einem erhöhten Risiko einher, an den Nieren, an Osteoporose oder Magenkrebs zu erkranken. Als adäquate Salzzufuhr gelten laut den Experten 3,8 Gramm pro Tag.
Copyright © Ärzte Zeitung online, 22.01.2010
By: R.Ho |
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DÜSSELDORF (sir). Das Diabetologie-Update-Seminar feiert Jubiläum: Am 19. und 20. März 2010 findet es bereits zum fünften Mal statt. Veranstaltungsort ist die Rheinterrasse Düsseldorf; die Themenpalette ist breit gefächert.
Das bewährte Konzept der Fortbildungsveranstaltung wird beibehalt... |
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| DÜSSELDORF (sir). Das Diabetologie-Update-Seminar feiert Jubiläum: Am 19. und 20. März 2010 findet es bereits zum fünften Mal statt. Veranstaltungsort ist die Rheinterrasse Düsseldorf; die Themenpalette ist breit gefächert.
Das bewährte Konzept der Fortbildungsveranstaltung wird beibehalten: Ein Expertenteam beurteilt die Relevanz aktueller Studien und Abstracts des vergangenen Jahres, soweit sie für die Diabetologie relevant sind und bringt deren Ergebnisse auf den Punkt. Die Referenten erläutern die Konsequenzen der Studienergebnisse für Diagnostik und Therapie in der diabetologischen Praxis.
Beim fünften Diabetes Update wird es aber auch etliche Neuerungen geben: So wird das Panel der wissenschaftlichen Leiter - Professor Werner Scherbaum und Professor Stephan Martin, beide aus Düsseldorf - nunmehr durch Professor Michael Stumvoll aus Leipzig ergänzt. Er wird den Themenblock "Typ 2-Diabetes" übernehmen.
Außerdem wird das Update, das auch bisher schon interdisziplinär ausgerichtet war, um das Thema "Hypertonie" ergänzt: Der Bluthochdruck spielt eine bedeutende Rolle bei den meisten Zuckerkranken, insbesondere bei Typ 2-Diabetikern. Und schließlich wird es eine organisatorische Neuerung geben: das Praxis-Team-Ticket zu vergünstigten Konditionen für Ärzte mit ihrem Assistenzpersonal, zum Beispiel Diabetesberater/innen. Das Diabetes Update wurde bei der Landesärztekammer Nordrhein zur Zertifizierung eingereicht.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es www.diabetes-update.com
Copyright © Ärzte Zeitung, 20.01.2010
By: R.Ho |
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LÜBECK (kat). Hypertonie-Therapie bei Diabetikern lässt zu wünschen übrig. Das bestätigt erneut eine von Professor Heinrich Holzgreve aus München vorgestellte Erhebung, das T2Day-Screening 2008 an einem typischen Kollektiv aus 16 447 älteren Typ-2-Diabetikern aus 634 deutschen HausarztPraxen. <... |
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| LÜBECK (kat). Hypertonie-Therapie bei Diabetikern lässt zu wünschen übrig. Das bestätigt erneut eine von Professor Heinrich Holzgreve aus München vorgestellte Erhebung, das T2Day-Screening 2008 an einem typischen Kollektiv aus 16 447 älteren Typ-2-Diabetikern aus 634 deutschen HausarztPraxen.
Die Teilnehmer der Erhebung waren im Durchschnitt 65 Jahre alt und seit 8,1 Jahren an einem Diabetes mellitus Typ 2 erkrankt. Im Schnitt hatten sie 2,6 zusätzliche Risikofaktoren, davon gut drei Viertel eine Hypertonie. Als Begleit- oder Folgeerkrankungen war die KHK mit 19 Prozent am häufigsten, gefolgt von einer Mikroalbuminurie bei 15, einer Neuropathie bei 11, pAVK bei 7,9 und einem Schlaganfall/TIA oder einer Retinopathie bei je 7,1 Prozent. Trotz der häufig bestehenden zusätzlichen kardiovaskulären Risikofaktoren und Begleit- und Folgeerkrankungen erreichte nur jeder sechste den in Leitlinien empfohlenen Zielblutdruck von unter 130/80 mmHg. Auch um HbA1c und Lipide war es nicht zum Besten bestellt.
Zwei von dreien erreichten einen HbA1c von über 7,0, einer von dreien einen HbA1c von über 6,5 Prozent. Knapp die Hälfte wies ein LDL-Cholesterin von unter 100 mg/dl, 12,5 Prozent einen Wert von unter 70 mg/dl auf. 38 Prozent der Ärzte wollten die antihypertensive Therapie intensivieren, 54 Prozent die antidiabetische.
Copyright © Ärzte Zeitung, 18.12.2009
By: R.Ho |
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| 11-12-09 |
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LÜBECK (kat). Die veränderten Essgewohnheiten haben dazu geführt, dass Deutsche im Schnitt 8 bis 12 g Salz pro Tag aufnehmen - zu viel. Denn der Bedarf liegt bei nur 3 g/d. Das Aktionsbündnis "Weniger Salz für alle" will den Konsum wieder unter 6 g/d drücken, durch Reduktion der Salzmenge ... |
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| LÜBECK (kat). Die veränderten Essgewohnheiten haben dazu geführt, dass Deutsche im Schnitt 8 bis 12 g Salz pro Tag aufnehmen - zu viel. Denn der Bedarf liegt bei nur 3 g/d. Das Aktionsbündnis "Weniger Salz für alle" will den Konsum wieder unter 6 g/d drücken, durch Reduktion der Salzmenge in Fertignahrungsmitteln, wie Professor Martin Hoyer aus Marburg sagte. Denn das Salz lässt bei entsprechender Disposition den Blutdruck steigen.
Ein Bindeglied scheint Ouabain, ein kardiogenes Steroid zu sein. Es wird bei erhöhter extrazellulärer Na+-Konzentration freigesetzt und führt über die Na+/K+ATPase und den Na+/Ca2+-Austauscher der glatten Muskelzellen zur Erhöhung der intrazellulären Na+- und Ca2+-Konzentration. Letztere führt durch verstärkte Kontraktilität der glatten Muskelzellen zur Erhöhung des peripheren Widerstandes.
Copyright © Ärzte Zeitung, 09.12.2009 By: R.Ho |
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| 08-12-09 |
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Kraft- und Ausdauertraining sind ein wichtiges Mittel in der Therapie bei Bluthochdruck. |
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| LÜBECK (kat). Dass Ausdauertraining den Blutdruck senkt, ist hinlänglich belegt. Nun konnte die Gruppe von Professor Hans-Georg Predel aus Köln in einer randomisierten 12-Wochen-Studie zeigen: Die Kombination aus dosiertem Kraft- plus Ausdauertraining bringt bei Patienten mit arterieller Hypertonie Grad 1 am meisten.
Durch die 24-h-Blutdruckmessung und Fahrradergometrie ließ sich klar zeigen, dass der systolische, diastolische und Belastungsblutdruck bei 100 Watt sowie die Herzfrequenz stärker abnahmen als bei alleinigem Ausdauer- oder Krafttraining. Der SBP konnte um 3 bis 6, der DBP um 5 bis 6 und der Belastungsblutdruck um 8 bis 21 mmHg gesenkt werden; die Herzfrequenz ging um 4 bis 9 bpm zurück.
Die Effekte waren gegenüber der Kontrollgruppe signifikant. Die 69 sportlich inaktiven, im Mittel 54 Jahre alten Patienten mit einem BMI von 29 hatten in den vorangegangenen sechs Monaten keine Antihypertensiva eingenommen, so Predel bei der Tagung der Hochdruckliga in Lübeck.
Ärzte Zeitung, 07.12.2009 By: R.Ho |
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