| Zwar wusste laut Studie jeder Zweite in NRW, dass Rauchen, Übergewicht und Stress das Infarktrisiko erhöhen, aber gerade einmal 26 Prozent nannten Bluthochdruck, elf Prozent Fettstoffwechselstörung und fünf Prozent Diabetes als Risikofaktoren.
„So dramatisch haben wir die Defizite nicht erwartet“, sagt Diethelm Tschöpe, Ärztlicher Direktor am Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen. Das fehlende Bewusstsein selbst bei den wichtigsten Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes und hohe Fettwerte sei erschreckend.
Weniger als ein Fünftel der Befragten wusste der Studie zufolge, dass bei Diabetes das Infarktrisiko genauso hoch ist wie beim Nichtdiabetiker nach einem durchlebten Herzinfarkt. Und nur die Hälfte aller Befragten konnte typische Infarktsymptome wie Luftnot, Enge in der Brust und Schmerzen im Oberarm benennen.
Der Gruppe von Diabetikern waren diese Anzeichen noch weniger bekannt, so die Studie. „Wenngleich das Krankheitsbewusstsein bei Menschen mit Diabetes höher als in der Allgemeinbevölkerung ist, von den Betroffenen wurden entscheidende Parameter bei Faktoren, die man beeinflussen kann, zuletzt genannt“, so Tschöpe.
Deshalb fordert er eine deutlich bessere Kommunikation zwischen Arzt und Patient. Dabei müsse es neben der Sprache, die der medizinische Laie versteht, auch um die richtige Akzentsetzung in der Patientenaufklärung gehen.
Quelle: © hil/aerzteblatt.de
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